Ausstellung

„Zu wenig Parfüm, zu viel Pfütze.“ Hans Baluschek zum 150. Geburtstag

12. Mai - 27. September 2020

Seit dem 12. Mai 2020 ist das Bröhan-Museum wieder für den Besucherverkehr geöffnet. Es ist ausschließlich die neue Ausstellung „‘Zu wenig Parfüm, zu viel Pfütze.‘ Hans Baluschek zum 150. Geburtstag“ zu sehen. Da die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher sowie der Beschäftigten für uns höchste Priorität hat, wird sich immer nur eine begrenzte Anzahl von Personen in den Ausstellungsräumen aufhalten, zudem wird auf die strikte Einhaltung der Hygieneregeln sowie des Abstandsgebots geachtet.

Auf Facebook, Instagram und Youtube gibt es Einblicke in die Arbeit „hinter den Kulissen“ und viele Infos zu den Ausstellungsobjekten. Der Kurator der Hans-Baluschek-Ausstellung, Fabian Reifferscheidt, stellt die Highlights der Schau in kurzen Videos vor und eine Videoarbeit der Tänzerin Yvonne Leppin und Schauspielerin Katharina Miegel erweitert Baluscheks Bilder mit anderen Mitteln der Kunst.

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„Wir wollen neugierig machen auf einen Maler der Großstadt Berlin und Interessierte veranlassen ihm nahezukommen – jetzt via Bildschirm, später im Museum selbst.“ (Yvonne Leppin)

Die Tänzerin Yvonne Leppin und Schauspielerin Katharina Miegel ließen die Bilder Hans Baluscheks in der Ausstellung „‚Zu wenig Parfüm, zu viel Pfütze.‘ Hans Baluschek zum 150. Geburtstag“ lebendig werden. Die Schließung des Museums bot neue Chancen: Das ungestörte Erspüren der Kunstwerke in den leeren Ausstellungsräumen führte zu neuen Ausdrucksmöglichkeiten der Bildthemen und -stimmungen im Tanz und Schauspiel. Das Ergebnis ist ein Film, der Baluscheks Bilder mit anderen Mitteln der Kunst erweitert und die Phantasie der Betrachter erweckt.


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Hans Baluschek war scharfer Beobachter, brillanter Künstler und engagierter Chronist seiner Zeit. Schon früh konfrontierte der 1870 geborene Maler, Grafiker und Illustrator das Publikum mit ungewohnt realistischen Darstellungen des Berliner Lebens. Ihn interessierten die Folgen der Industrialisierung, die Lebensumstände des Proletariats, Armut, Hunger und Verwahrlosung in den unteren Gesellschaftsschichten einer großen Stadt. Von Kaiser Wilhelm II. als „Rinnsteinkünstler“ diffamiert, fand Baluschek ab 1899 Anerkennung in den Ausstellungen der Berliner Secession. Zum 150. Geburtstag des Künstlers zeigt die Ausstellung im Bröhan-Museum nun einen umfassenden Überblick seines Werkes und spannt dabei einen Bogen vom Kaiserreich bis in die Jahre der Weimarer Republik.

Ergänzt wird die Schau durch Werke der kanadischen Künstlerin Larissa Fassler, die seit vielen Jahren in Berlin lebt und arbeitet. Sie fasst urbane Spuren in großformatigen Stadtplänen zusammen. Ihre Themen sind Gentrifizierungsprozesse und gesellschaftliche Veränderungen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Das eigentlich für die Ausstellung geplante Begleitprogramm mit Druckwerkstatt, Führungen und Familiensonntagen wird vorläufig nicht stattfinden. Es gibt jedoch für Kinder ein kostenfreies Entdeckerheft zum selbstständigen Besuch der Ausstellung.

Kurator: Fabian Reifferscheidt M.A.
Gestaltung Werbemotiv: Gerwin Schmidt, München