Ausstellung

Stefan Moses – Abschied und Anfang. Ostdeutsche Porträts 1989-1990

8. November 2019 - 31. Mai 2020

Blackbox #8

Aufgrund der aktuellen Situation bezüglich COVID-19 ist das Bröhan-Museum bis zum 19. April 2020 für den Besucherverkehr geschlossen. Mit dieser Maßnahme setzt das Museum einen Beschluss der Senatsverwaltung für Kultur und Europa um. Auf Facebook und Instagram gibt es Einblicke in die Arbeit „hinter den Kulissen“ und viele Infos zu den Ausstellungsobjekten.

Zum 30-jährigen Jubiläum des Mauerfalls und der friedlichen Revolution zeigt das Bröhan-Museum die Ausstellung „Stefan Moses – Abschied und Anfang“. In der Umbruchphase von 1989/90 nutzte der Münchner Fotograf Stefan Moses die Chance, mit seiner Serie „Abschied und Anfang“ die DDR-Bevölkerung zu porträtieren und setzte damit einer Gesellschaft im Wandel ein fotografisches Denkmal. Damals endlich ungehindert vom DDR-Regime, konnte Moses seine Serien zu den Deutschen auf den Osten des Landes ausweiten.

Dass es bei der Wiedervereinigung bei weitem nicht nur um Politik ging, vermitteln seine Fotografien noch heute. Denn trotz sichtbarer Narben der Vergangenheit und des Wissens um eine konfliktreiche Zukunft stellen sie Sympathie, Identifikation und Menschlichkeit in den Mittelpunkt. Als Moses „Ostdeutsche Porträts“ 1991 im Deutschen Historischen Museum zum ersten Mal in Berlin gezeigt wurden, waren sie künstlerische Berichterstattung, 1999 bereits kulturelle Reflexionsgrundlage. Und heute, in einer Zeit, in der erneut über Mauern diskutiert wird, offenbart sich ihre zeit- und grenzenlose Bedeutung.

Kurator: Fabian Reifferscheidt M.A.
Gestaltung Werbemotiv: Gerwin Schmidt, München, unter Verwendung von Fotografien Stefan Moses‘
(c) Fotos Stefan Moses: Else Bechteler-Moses