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Henry
van de Velde
Kandelaberpaar, 1898/99
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Henry van de
Velde (1863-1957) kann als einer der vielseitigsten Künstler
des Art Nouveau gelten. Von ihm geht eine fundamentale Erneuerung
der angewandten Kunst aus. Seine Arbeiten in den unterschiedlichsten
Materialien überwinden das gegenständliche Dekorum des späten
19. Jahrhunderts.
"Ein Gefühl von Unruhe und mangelnder Befriedigung
beherrschte uns um 1890 so allgemein", schrieb Henry
van de Velde in seinen "Kunstgewerblichen Laienpredigten",
erschienen in Deutsch 1902, und die daraus bei ihm resultierende
künstlerische Sinnkrise ließ ihn seine Laufbahn als Maler
abbrechen und sich der angewandten Kunst zuwenden. Van de
Velde erhob die Linie zum alleinigen Ausdrucksträger seiner
Objekte, exemplarisch gesteigert zur plastischen Form erscheint
sie in den berühmt gewordenen Kandelabern von 1898, die
für den Freund und Mäzen Harry Graf Kessler gefertigt wurden.
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© 2008 Bröhan-Museum | Bronze-Figur: Agathon Léonard, Danseuse au
bracelet (Tänzerin mit Armband), um 1900, Bronze, goldpatiniert,
Susse Frères, Paris | Abb.: Karl Hagemeister, Mohnfeld, 1875, Gouache
auf Pappe | Webdesign unicom-berlin.de |
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