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Henry van de Velde
Henry van de Velde (1863-1957) kann als einer der vielseitigsten Künstler des Art Nouveau gelten. Von ihm geht eine fundamentale Erneuerung der angewandten Kunst aus. Seine Arbeiten in den unterschiedlichsten Materialien überwinden das gegenständliche Dekorum des späten 19. Jahrhunderts.
"Ein Gefühl von Unruhe und mangelnder Befriedigung beherrschte uns um 1890 so allgemein", schrieb Henry van de Velde in seinen "Kunstgewerblichen Laienpredigten", erschienen in Deutsch 1902, und die daraus bei ihm resultierende künstlerische Sinnkrise ließ ihn seine Laufbahn als Maler abbrechen und sich der angewandten Kunst zuwenden. Van de Velde erhob die Linie zum alleinigen Ausdrucksträger seiner Objekte, exemplarisch gesteigert zur plastischen Form erscheint sie in den berühmt gewordenen Kandelabern von 1898, die für den Freund und Mäzen Harry Graf Kessler gefertigt wurden.
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© 2008 Bröhan-Museum | Bronze-Figur: Agathon Léonard, Danseuse au
bracelet (Tänzerin mit Armband), um 1900, Bronze, goldpatiniert,
Susse Frères, Paris | Abb.: Karl Hagemeister, Mohnfeld, 1875, Gouache
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