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Vase mit Nachtfalter (Unikat), um 1898

    Das moderne französische Kunstglas verdankt seinen Ruhm im wesentlichen den Schöpfungen Emile Gallés (1846- 1904). Gallé, der einer Kunstfabrikantenfamilie entstammte, war bereits frühzeitig als produktiver Entwerfer von Keramik, Glas und Möbeln im Stil des Historismus bekannt geworden. Seine neuartigen, von fernöstlicher Inspiration getragenen Glasschöpfungen zeigte er erstmals auf der Weltausstellung Paris 1889. Durch die Auszeichnung mit einem Grand Prix wurden diese Arbeiten international bekannt. Gallé übernahm für seine Gläser im neuen Stil in dekorativer und technischer Hinsicht vielfältige Anregungen. Bereits als junger Mann hatte er ausgedehnte Reisen unternommen, die dem Studium von Kunst, Kultur und Natur dienten. Die großen botanischen Gärten Europas wie auch die bedeutenden neugegründeten Kunstgewerbemuseen waren in der Folgezeit sein Ziel. 1871 besuchte er das South Kensington Museum (Victoria & Albert Museum), 1885 kam er nach Berlin und studierte im Kunstgewerbemuseum die berühmte Sammlung chinesischer Glaskunst des preußischen Gesandten in Peking, Max August von Brandt. Diese Studien, verbunden auch mit der Kenntnis der Gläser des Franzosen François Eugene Rousseau (1827-1891), der als einer der Wegbereiter des Japonismus gilt, ließen Gallé zu seinem charakteristischen Stil gelangen.
Seine neuartige Kunst wurde allerdings ebenso wesentlich durch die Freundschaft mit dem Japaner Takashima Hokkai (1850-1931) geprägt, der sich von 1885 bis 1888 zu Studienzwecken in Nancy aufhielt. Gallé verdankte ihm eine tiefgehende Einsicht in die fernöstliche Naturlehre


© 2008 Bröhan-Museum | Bronze-Figur: Agathon Léonard, Danseuse au bracelet (Tänzerin mit Armband), um 1900, Bronze, goldpatiniert, Susse Frères, Paris | Abb.: Karl Hagemeister, Mohnfeld, 1875, Gouache auf Pappe | Webdesign unicom-berlin.de