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Bing & Grøndahl
Potpourrivase mit Blasentang (Unikat), 1919
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Effie Hegermann-Lindencrone (1860-1945), eine der bedeutendsten dänischen Entwerferinnen für Porzellan, war seit 1886 für die Porzellanmanufaktur Bing & Grøndahl tätig. Sie wurde in ihrem Schaffen stark durch den symbolistischen Maler und Keramiker Jens-Ferdinand Willumsen (1863-1958) beeinflusst, der von 1897 bis 1900 künstlerischer Leiter der Manufaktur war. Dieses Duftkräutergefäß nimmt seine Dekoranregungen nicht aus dem floralen Bereich, sondern gibt in abstrahierender, aber dennoch charakteristischer Art ein faszinierendes Abbild der Unterwasserfauna und -flora. Der abnehmbare, durchbrochene Deckel und die Wandung sind reliefartig aus Blasentang gestaltet, umlaufende Friese an der Fußzone und am Deckelrand zeigen Kreiselschnecken und Herzmuscheln. Die abstrakten Formen des Tangs waren offensichtlich für Effie Hegermann-Lindencrone von besonderer künstlerischer Schönheit, des öfteren werden sie von ihr als Dekorelemente auf ihren Porzellanen dargestellt. Bing & Grøndahl hatte als Spezialität seiner Unikat-Serie diese aufwendigen Durchbrucharbeiten entwickelt.
Laut beiliegender Notiz im Original-Lederetui der Manufaktur wurde das Potpourri einem Mitglied der königlichen Familie aus Anlass seines Besuchs bei Bing & Grøndahl überreicht. |
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© 2008 Bröhan-Museum | Bronze-Figur: Agathon Léonard, Danseuse au
bracelet (Tänzerin mit Armband), um 1900, Bronze, goldpatiniert,
Susse Frères, Paris | Abb.: Karl Hagemeister, Mohnfeld, 1875, Gouache
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