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Einband von 1914 zu Henry van
de Velde, Vom neuen Stil, Leipzig, 1907, Foto: Victor Dahmen,
Köln (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2009

Doppeltitel zu Friedrich Nietzsche,
Ecce Homo, Leipzig, 1908, Foto: Victor Dahmen, Köln (c)
VG Bild-Kunst, Bonn 2009

Titel zu ISAD, Brüssel, 1927, Foto: Victor Dahmen, Köln (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2009
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Die Ausstellung
Henry van de Velde (1863-1957) – Buchkunst.
Vom Jugendstil zum Bauhaus zeigt etwa 100 Leihgaben
aus der Sammlung Ariane und John Dieter Brinks, ergänzt
durch herausragende Objekte aus anderen Sammlungen. Der
Belgier Henry van de Velde ist vor allem als Architekt bekannt,
er war aber auch – ganz dem Zeitgeist seiner Generation
entsprechend – ein sehr vielseitiger Entwerfer für Möbel,
Textilien, Tafelsilber und Keramik. Eine zentrale Rolle
nahm darüber hinaus die Gestaltung von Büchern ein, seine
Entwürfe vereinen Schlichtheit und Monumentalität miteinander.
Van de Velde beschäftigte sich während seines langen gestalterischen
Schaffens, rund 50 Jahre, mit Buchkunst, seine typografischen
Arbeiten entwickelten sich vom „Ornamentalen“ hin zur „Linie“,
d.h. vom Jugendstil zum Funktionalismus.
Das ausgehende 19. Jahrhundert stellte für Kunst und Literatur
in Belgien einen Höhepunkt dar. Die Berührungslinien zwischen
Malerei und dekorativer Kunst erwiesen sich als eng. So
beginnt Henry van de Velde zunächst als Maler und wendet
sich in den 1890er Jahren der angewandten Kunst zu. Er entwickelte
seinen Neuen Stil, ignorierte die überkommene Unterscheidung
zwischen „Kunst“ und „Kunstgewerbe“ und gestaltete durch
seine bald unverwechselbare Formensprache von Linien und
Flächen praktisch jeden Bereich des Lebens: Häuser, Räume,
Kleidung und Schmuck, aber auch jeglichen Gebrauchsgegenstand
des Alltags. Und eben, neben so vielem, das Buch.
In der Ausstellung im Bröhan-Museum, die zuvor im Design
museum Gent zu sehen war, werden die Bücher von Henry van
de Velde zum ersten Mal präsentiert. Sie zeigt opulente
Buch-Einbände und hervorragende typografische Werke. Außerdem
kann sich der Besucher mit Hilfe der zahlreichen Skizzen
und Probedrucke sowie der verschiedenen Fassungen des gleichen
Entwurfs, ein Bild davon machen, wie diese herausragende
Buchkunst entstanden ist. Ergänzt wird die Ausstellung durch
das van de Velde-Kabinett des Bröhan-Museums, das Möbel
und Kunstgewerbe zeigt.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Repräsentanten
der Flämischen Regierung, Berlin
Begleitprogramm:
Sonntag, 13. September 2009, 11 Uhr
Sonntag, 20. September 2009, 15 Uhr
Führung durch die Henry van de Velde-Ausstellung
Mittwoch, 9. September 2009, 18.30 Uhr
Buchvorstellung und Lesung
Rouven Lotz: Der Hagener Hohenhof – Das Landhaus
für Karl Ernst Osthaus von Henry van de Velde
Priska Schmückle von Minckwitz und Rouven Lotz
Eine Kooperation des Bröhan-Museums mit der
Henry van de Velde Gesellschaft e.V. (Hagen)
Freitag, 11. September 2009, 18 Uhr
Führung durch die Henry van de Velde-Ausstellung
und Lesung
Die Autoren Sarah Weigt, Dominic Angeloch und Johannes Frank
werden jeweils aus ihrem aktuellen Werk lesen und dabei
auch einen Bezug zu Henry van de Velde schaffen
Donnerstag, 17. September 2009, 18 Uhr
Vortrag John Dieter Brinks: Henry van de Velde und
das Bauhaus,
anschließend Kurzführung durch die Ausstellung
Für das Rahmenprogramm
gilt: Keine Zusatzkosten,
es gilt der reguläre Museumseintritt von 6,- €, erm. 4,-
€
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