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Newsletter bestellen Henry van de Velde (1863-1957) – Buchkunst. Vom Jugendstil zum Bauhaus
Ausstellung vom 12. Juni bis 20. September 2009


Einband von 1914 zu Henry van de Velde, Vom neuen Stil, Leipzig, 1907, Foto: Victor Dahmen, Köln (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2009



Doppeltitel zu Friedrich Nietzsche, Ecce Homo, Leipzig, 1908, Foto: Victor Dahmen, Köln (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2009

Titel zu ISAD, Brüssel, 1927, Foto: Victor Dahmen, Köln (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2009



 

Die Ausstellung Henry van de Velde (1863-1957) Buchkunst.
Vom Jugendstil zum Bauhaus
zeigt etwa 100 Leihgaben aus der Sammlung Ariane und John Dieter Brinks, ergänzt durch herausragende Objekte aus anderen Sammlungen. Der Belgier Henry van de Velde ist vor allem als Architekt bekannt, er war aber auch – ganz dem Zeitgeist seiner Generation entsprechend – ein sehr vielseitiger Entwerfer für Möbel, Textilien, Tafelsilber und Keramik. Eine zentrale Rolle nahm darüber hinaus die Gestaltung von Büchern ein, seine Entwürfe vereinen Schlichtheit und Monumentalität miteinander. Van de Velde beschäftigte sich während seines langen gestalterischen Schaffens, rund 50 Jahre, mit Buchkunst, seine typografischen Arbeiten entwickelten sich vom „Ornamentalen“ hin zur „Linie“, d.h. vom Jugendstil zum Funktionalismus.

Das ausgehende 19. Jahrhundert stellte für Kunst und Literatur in Belgien einen Höhepunkt dar. Die Berührungslinien zwischen Malerei und dekorativer Kunst erwiesen sich als eng. So beginnt Henry van de Velde zunächst als Maler und wendet sich in den 1890er Jahren der angewandten Kunst zu. Er entwickelte seinen Neuen Stil, ignorierte die überkommene Unterscheidung zwischen „Kunst“ und „Kunstgewerbe“ und gestaltete durch seine bald unverwechselbare Formensprache von Linien und Flächen praktisch jeden Bereich des Lebens: Häuser, Räume, Kleidung und Schmuck, aber auch jeglichen Gebrauchsgegenstand des Alltags. Und eben, neben so vielem, das Buch.

In der Ausstellung im Bröhan-Museum, die zuvor im Design museum Gent zu sehen war, werden die Bücher von Henry van de Velde zum ersten Mal präsentiert. Sie zeigt opulente Buch-Einbände und hervorragende typografische Werke. Außerdem kann sich der Besucher mit Hilfe der zahlreichen Skizzen und Probedrucke sowie der verschiedenen Fassungen des gleichen Entwurfs, ein Bild davon machen, wie diese herausragende Buchkunst entstanden ist. Ergänzt wird die Ausstellung durch das van de Velde-Kabinett des Bröhan-Museums, das Möbel und Kunstgewerbe zeigt.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Repräsentanten der Flämischen Regierung, Berlin

Begleitprogramm:
Sonntag, 13. September 2009, 11 Uhr
Sonntag, 20. September 2009, 15 Uhr
Führung durch die Henry van de Velde-Ausstellung

Mittwoch, 9. September 2009, 18.30 Uhr
Buchvorstellung und Lesung
Rouven Lotz: Der Hagener Hohenhof – Das Landhaus
für Karl Ernst Osthaus von Henry van de Velde
Priska Schmückle von Minckwitz und Rouven Lotz
Eine Kooperation des Bröhan-Museums mit der
Henry van de Velde Gesellschaft e.V. (Hagen)

Freitag, 11. September 2009, 18 Uhr
Führung durch die Henry van de Velde-Ausstellung
und Lesung

Die Autoren Sarah Weigt, Dominic Angeloch und Johannes Frank werden jeweils aus ihrem aktuellen Werk lesen und dabei auch einen Bezug zu Henry van de Velde schaffen

Donnerstag, 17. September 2009, 18 Uhr
Vortrag John Dieter Brinks: Henry van de Velde und das Bauhaus,
anschließend Kurzführung durch die Ausstellung

Für das Rahmenprogramm gilt: Keine Zusatzkosten,
es gilt der reguläre Museumseintritt von 6,- €, erm. 4,- €



© 2008 Bröhan-Museum | Bronze-Figur: Agathon Léonard, Danseuse au bracelet (Tänzerin mit Armband), um 1900, Bronze, goldpatiniert, Susse Frères, Paris | Abb.: Kaffee- und Teeservice "Eclipse", Tétard Frères, Paris, um 1930 | Webdesign unicom-berlin.de