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Kunstperioden 1889-1939
Broehan-Museum  
 
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Newsletter bestellen „Mucha Manga Mystery
Alphonse Muchas wegweisende Grafik“
Ausstellung verlängert bis 30. März 2014







 

Die Plakatentwürfe des tschechischen Künstlers Alphonse Mucha (1860–1939) gelten als Inbegriff der Plakatgestaltung im Jugendstil. Seine sinnlichen Frauengestalten mit langem, wallendem Haar und in fließenden Gewändern, die mit den Ornamenten und Blumen im Hintergrund zu verschmelzen scheinen, versetzen zurück ins Paris der Belle Époque. Sie wurden schon zu Muchas Lebzeiten zu Ikonen und begeisterten auch nachfolgende Generationen: Von Konzertplakaten der 1960er Jahre bis hin zu japanischen Mangas zeigt die Ausstellung „Mucha Manga Mystery“ mit über 100 Werken den wegweisenden gestalterischen Einfluss des Künstlers.

Verträumt blickende junge Frauen, die als Projektionsfläche sämtliche Facetten zwischen realer Person und Allegorie bedienen konnten, bilden das zentrale Motiv von Alphonse Muchas grafischem Werk – und auf ihnen liegt auch das Augenmerk der Ausstellung im Bröhan-Museum. Mit Ranken und Blüten geschmückt, werden sie mal als Göttinnen übersteigert, mal ziehen sie durch aufreizende Posen die Blicke auf sich. Als Objekte der Begierde verkörpern sie förmlich die um 1900 aufkommende Kaufkraft und verführen zu großstädtischem Vergnügen. Merkmale des „Style Mucha“ bilden die zum Vordergrund hin ausufernden Gewänder, die sorgfältige Modellierung von Händen und Gesicht sowie die üppigen Haarlocken, die um die Jahrhundertwende als „Muchas Makkaroni“ bezeichnet wurden.

Beflügelt von der Strahlkraft dieser Werke begibt sich die Ausstellung auf Spurensuche in der Gebrauchsgrafik nachfolgender Generationen. So erlebte Alphonse Mucha in den 1960er und 1970er Jahren eine regelrechte Renaissance. Seine Plakate wurden massenhaft reproduziert und deren künstlerische Sprache schlug sich in den Konzertplakaten nieder, die in San Francisco im Auftrag von Family Dog Productions entstanden. Zeitgenössische Mangaka – die Zeichner japanischer Comics – schließlich arbeiten mit überraschend starken Bezügen auf das stilistische Vokabular Alphonse Muchas, insbesondere auf dessen Fähigkeit, Bewegungen festzuhalten. Was Alphonse Mucha einst aus der japanischen Kunst in sein Werk hat einfließen lassen, strahlt in den Arbeiten der Manga-Generation wieder auf Japan zurück. Die Ausstellung wurde konzipiert vom Museum Bellerive, ein Haus des Museum für Gestaltung Zürich.

Rahmenprogramm zur Ausstellung

Kostenlose öffentliche Führungen (zzgl. Museumseintritt):

Sonntag, 8.12.2013, 5.1., 2.2., 2.3.2014 jeweils 14 Uhr,
Anmeldung nicht erforderlich

Workshop für Kindergruppen

„Meine Mucha Manga Mystery“:

Für Kinder ab 6 Jahren, 70,– € pro Gruppe inkl. Material,

Buchung über die Museumsinformation Berlin, Tel.: 030/24749888

Workshops „Manga zeichnen für Einsteiger“

Für Jugendliche (12–16 Jahre): 4.–7.2.2014, 14–17:30 Uhr,

Kosten 37,– € p.P. inkl. Material

Für Kinder (8–12 Jahre): 6.–7.2.2014, 10–14 Uhr,

Kosten 22,– € p.P. inkl. Material

Infos und Anmeldung über „Jugend im Museum e.V.“,
Tel.: 030/266422242

An jedem 1. Donnerstag im Monat, 14 Uhr, findet die Konzertreihe „Junge Musiker begegnen dem Jugendstil“ statt. Die Programme in den Monaten Dezember, Januar und Februar sind auf die „Mucha Manga Mystery“-Ausstellung abgestimmt. Anmeldung nicht erforderlich.

 


 


© 2008 Bröhan-Museum | Bronze-Figur: Agathon Léonard, Danseuse au bracelet (Tänzerin mit Armband), um 1900, Bronze, goldpatiniert, Susse Frères, Paris | Abb.: Kaffee- und Teeservice "Eclipse", Tétard Frères, Paris, um 1930 | Webdesign unicom-berlin.de