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Vase, Glas,
um 1903(?),
Emile Gallé, Nancy

Vase, Glas, 1900, Joh. Lötz
Wwe., Klostermühle
Vase, Glas mit Silberauflagen,
um 1898/99,
Joh. Lötz Wwe., Klostermühle
Vase, Glas,
um 1917, Glasfachschule Haida
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„FRAGILE“ – der Titel der Ausstellung suggeriert die Empfindlichkeit
des Materials Glas, dessen Spektrum an Bearbeitungstechniken
und Wirkungen dennoch schier unerschöpflich ist. Gerade
in dieser Vielfalt besteht seine Faszination. Die Sonderausstellung
aus eigenem Bestand präsentiert internationale Glaskünstler
und -hersteller des Zeitraums 1889-1939, vom Jugendstil
bis zum Art Deco und Funktionalismus. Gezeigt wird eine
Auswahl von etwa 280 Gläsern, viele davon werden nun erstmals
wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Anlass der
Ausstellung ist die Publikation eines umfangreichen Bestandskatalogs
der kompletten, knapp 700 Objekte umfassenden Glassammlung
des Bröhan-Museums.
Wie der Katalog, so gliedert sich auch die Ausstellung nach
Regionen und stilistisch-technischen Entwicklungen: Einen
großen Teil nehmen die in Böhmen gefertigten Gläser ein,
so zum Beispiel die irisierten, schillernd leuchtenden Gefäße
der Firma Joh. Lötz Wwe. aus Südböhmen, die raffiniert veredelten
Vasen und Schalen aus Nordböhmen oder die Gläser aus den
sog. „Seltenen Erden“ der Karlsbader Firma Ludwig Moser
& Söhne. Meisterwerke des französischen Art Nouveau und
Art Deco stellen die Überfanggläser der Firmen Emile Gallé
und Daum Frères sowie die massiven, geschliffenen oder sogar
gemeißelten Arbeiten von Colotte, Marinot und Thuret dar.
Aus Schweden stammen die originell gravierten Gläser der
Firma Orrefors. Deutschland und Schlesien sind mit vielfältigsten
Gläsern repräsentiert: mit schlichten Formgläsern der deutschen
Reformkünstler Peter Behrens und Richard Riemerschmid, Schliff-
und Schnittgläsern von Wilhelm von Eiff und der Stuttgarter
Kunstgewerbeschule, zart bemalten Objekten der Glasfachschule
Zwiesel, farbig dekorierten Gläsern der schlesischen Josephinenhütte
sowie luftig gravierten Modellen der Firma Süssmuth. Auch
funktionale, dekorlose Entwürfe von Wilhelm Wagenfeld für
die Jenaer Glaswerke und die Vereinigten Lausitzer Glaswerke
(VLG) sind in der Sammlung vertreten.
Zur Ausstellung findet ein umfangreiches Rahmenprogramm
mit Führungen, Filmvorführungen, einem Familiennachmittag,
einem Glasharmonika-Konzert und einer Fachtagung statt.
Bestandskatalog zur Glassammlung des Bröhan-Museums:
„Glaskunst. 1889-1939“, Bd. VII in der Reihe der Bestandskataloge
des Bröhan-Museums, hg. von Margrit Bröhan und Claudia Kanowski,
Fotos: Martin Adam, Berlin, 712 Seiten, ca. 700 Gläser,
alle in Farbe abgebildet, ISBN 978-3-941588-03-5, Preis:
65,- Euro. Der Katalog wurde gefördert durch die Ernst von
Siemens Kunststiftung, Freunde des Bröhan-Museums e.V. und
Margrit Bröhan
Zur Ausstellung erscheint darüber hinaus eine Broschüre
mit 32 Seiten, 15 farbigen Abb. zum Preis von 5,- €
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