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Newsletter bestellen Vom Taunus zum Wannsee – Der Maler Philipp Franck (1860-1944)
Ausstellung vom 2. September 2010 bis 16. Januar 2011


Philipp Franck, Rosenbögen im Arnhold'schen Garten, 1927, Privatbesitz



Philipp Franck, Schulweg, 1906, Privatbesitz

Philipp Franck,
Das Frühstück, 1919, Henry Nold


Philipp Franck, Märkischer See,
um 1895,
Privatbesitz

 

Philipp Franck gehört zu den herausragenden deutschen Impressionisten und zu den ersten Mitgliedern der Berliner Secession. Trotz seiner überregionalen Bedeutung wurde er bisher von der Öffentlichkeit zu wenig beachtet, insofern betritt diese erste umfassende Ausstellung Neuland. Francks Landschaften, Figuren und Stillleben zeigen ihn auf der Höhe seiner Zeit und stellen ihn in eine Reihe mit Max Liebermann, Walter Leistikow, Lovis Corinth und Max Slevogt. Als populärer „Wannsee-Maler“ schuf der gebürtige Frankfurter Philipp Franck Ikonen der spezifischen Berliner Landschaft. Seine Bilder sind Teil der Berliner Identität als auch darüber hinausweisend Vertreter der modernen deutschen Kunst, die in besonderer Weise durch die Berliner Secession gefördert wurde.

Philipp Franck war zunächst Mitglied der Kronberger Künstlerkolonie und kam 1890 nach Berlin. Die märkische Landschaft wurde für ihn zum großen Bildthema. Anders aber als der der gleichen Generation angehörende Walter Leistikow, wandte sich Franck nicht ausschließlich der reinen Landschaft zu, sondern zeigte in seinem Schaffen ein weites Spektrum. Die Ausstellung weist alle in seinem Werk vertretenen Sparten wie Landschaften, Garten- und Genrebilder, Porträts auf. Franck bevorzugte einen herben, kraftvollen Malstil, oft auch eine expressive Farbigkeit. Seine pleinairistische Malweise ist von Max Liebermann und Lovis Corinth beeinflusst, mit denen er auch befreundet war. Der Ausstellungstitel „Vom Taunus zum Wannsee“ bezieht sich auf die erste autobiografische Publikation Philipp Francks aus dem Jahr 1920. Mit sechzig Jahren zog er eine erste Bilanz seines künstlerischen Schaffens, dessen wesentliche Stationen er mit den topografisch markanten Arbeitsgebieten – mit der hügeligen Wald- und Wiesenlandschaft nordwestlich von Frankfurt und mit der wasserreichen Seenlandschaft um Berlin und Potsdam – verband.

Francks umfangreiches Werk wurde in seiner Gesamtheit noch nie gezeigt und wissenschaftlich aufgearbeitet. Mit dieser groß angelegten Retrospektive, die etwa 100 Bilder aus allen Schaffensphasen zusammenführt, erfährt der Künstler nun zum 150jährigen Geburtstag eine angemessene Würdigung. Gleichzeitig setzt die Ausstellung die Reihe der monografischen Schauen zu Malern der Berliner Secession im Bröhan-Museum fort. Die Leihgaben kommen aus Museen und zum großen Teil aus Privatbesitz, die Recherche zu seinen Bildern hat viele Jahre in Anspruch genommen und konnte nun zu einem Überblick seines Werkes führen. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Museum Giersch in Frankfurt am Main, wo sie von März bis Juli 2010 gezeigt wurde. Zur Ausstellung findet ein umfangreiches Rahmenprogramm statt.

Gefördert durch die Kulturstiftung der Länder und die Ernst von Siemens Kunststiftung
Medienpartner: Wall AG, Kulturradio vom RBB, B.Z., KUNST Magazin
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen: 280 Seiten, 258 meist farbige Abb., Hardcover, Preis 24,- €
Ein Werkverzeichnis der Ölgemälde von Philipp Franck (W. Immenhausen /A. v. Tresckow) ist neu erschienen


 


© 2008 Bröhan-Museum | Bronze-Figur: Agathon Léonard, Danseuse au bracelet (Tänzerin mit Armband), um 1900, Bronze, goldpatiniert, Susse Frères, Paris | Abb.: Kaffee- und Teeservice "Eclipse", Tétard Frères, Paris, um 1930 | Webdesign unicom-berlin.de