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Art Deco. Neupräsentation der Sammlung
Ab 16. Juni 2007 bis auf Weiteres

Vase, Aristide Colotte, 1930er Jahre,farbloses Bleikristallglas

Terrine auf Untersatz, 1929, Silber, Marmor, Eichenholz, Lapparra, Paris

Sitzgruppe
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Gezeigt werden
Objekte unterschiedlicher Materialien und Techniken, darunter
Silber, Möbel, Textilien, Glas und Porzellan; gefertigt von
Künstlern und Firmen wie Edgar Brandt, Jacques-Emile Ruhlmann,
Aristide Colotte, Tétard, Lapparra, Atelier Dominique, Süe
et Mare, Sèvres. Mit der Neupräsentation der Sammlungsbestände
im Erdgeschoss des Bröhan-Museums wird verstärkt auf die ursprüngliche
Intention des Sammlers und Museumsbegründers, Professor Karl
H. Bröhan (1921-2000), zurückgegriffen. Im Zuge der erweiterten
Sammeltätigkeit und der Ausrichtung auf internationalen Jugendstil
gewann die Sammlung zwar an Vielfalt, beanspruchte aber auch
mehr Raum. Während der Jugendstil-Bestand fast konstant in
der Aufstellung blieb, verschwanden viele der kostbaren Art
Deco-Möbel und -Objekte im Depot und gerieten aus dem Blickfeld.
Mit der Neuaufstellung wurde jetzt eine stringente Konzeption
entwickelt. Die vordere Raumflucht präsentiert nun durchgängig
die französische Luxuskunst von Jugendstil und Art Deco. Die
hinteren Räume zeigen dagegen die deutsche Reformkunst mit
Künstlern wie Peter Behrens und Bruno Paul. Auch die Raumgestaltung
erhielt ein völlig neues Farbkonzept
Nach 1920 bildete sich besonders in Frankreich ein letzter großer Epochenstil aus, der das gewandelte Zeitgefühl einer neuen Generation widerspiegelte. Eine geometrische, der kubistisch-konstruktivistischen Kunst entlehnte Formensprache gewann mehr und mehr an Bedeutung. Ähnlich wie der Jugendstil, international als Art Nouveau bezeichnet, zeigte sich das Art Deco besonders in der Raumkunst. Namensgeberin war die Internationale Kunstgewerbeausstellung „Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes“, die 1925 in Paris stattfand. Die ungebrochene Tradition der französischen Luxusindustrie setzte sich in den Jahren 1920 bis 1930 fort, kostbare Materialien wurden zum Erkennungszeichen einer Kunst, die sich speziell an eine Klientel wandte, die Moderne mit einem elitären Lebensstil verband. Art Deco war ein Zeitstil, eine Epoche eines ganzheitlichen Kunstanspruchs. Es war eine diesseitige und dekorative Kunst zwischen zwei Weltkriegen.
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© 2008 Bröhan-Museum | Bronze-Figur: Agathon Léonard, Danseuse au
bracelet (Tänzerin mit Armband), um 1900, Bronze, goldpatiniert,
Susse Frères, Paris | Abb.: Kaffee- und Teeservice "Eclipse",
Tétard Frères, Paris, um 1930 | Webdesign unicom-berlin.de |
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