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Kunstperioden 1889-1939
Broehan-Museum  
 
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Aktuelles Art Deco. Neupräsentation der Sammlung
Ab 16. Juni 2007 bis auf Weiteres

 
Vase, Aristide Colotte, 1930er Jahre,farbloses Bleikristallglas


 
Terrine auf Untersatz, 1929, Silber, Marmor, Eichenholz, Lapparra, Paris


 
Sitzgruppe
  Gezeigt werden Objekte unterschiedlicher Materialien und Techniken, darunter Silber, Möbel, Textilien, Glas und Porzellan; gefertigt von Künstlern und Firmen wie Edgar Brandt, Jacques-Emile Ruhlmann, Aristide Colotte, Tétard, Lapparra, Atelier Dominique, Süe et Mare, Sèvres. Mit der Neupräsentation der Sammlungsbestände im Erdgeschoss des Bröhan-Museums wird verstärkt auf die ursprüngliche Intention des Sammlers und Museumsbegründers, Professor Karl H. Bröhan (1921-2000), zurückgegriffen. Im Zuge der erweiterten Sammeltätigkeit und der Ausrichtung auf internationalen Jugendstil gewann die Sammlung zwar an Vielfalt, beanspruchte aber auch mehr Raum. Während der Jugendstil-Bestand fast konstant in der Aufstellung blieb, verschwanden viele der kostbaren Art Deco-Möbel und -Objekte im Depot und gerieten aus dem Blickfeld. Mit der Neuaufstellung wurde jetzt eine stringente Konzeption entwickelt. Die vordere Raumflucht präsentiert nun durchgängig die französische Luxuskunst von Jugendstil und Art Deco. Die hinteren Räume zeigen dagegen die deutsche Reformkunst mit Künstlern wie Peter Behrens und Bruno Paul. Auch die Raumgestaltung erhielt ein völlig neues Farbkonzept

Nach 1920 bildete sich besonders in Frankreich ein letzter großer Epochenstil aus, der das gewandelte Zeitgefühl einer neuen Generation widerspiegelte. Eine geometrische, der kubistisch-konstruktivistischen Kunst entlehnte Formensprache gewann mehr und mehr an Bedeutung. Ähnlich wie der Jugendstil, international als Art Nouveau bezeichnet, zeigte sich das Art Deco besonders in der Raumkunst. Namensgeberin war die Internationale Kunstgewerbeausstellung „Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes“, die 1925 in Paris stattfand. Die ungebrochene Tradition der französischen Luxusindustrie setzte sich in den Jahren 1920 bis 1930 fort, kostbare Materialien wurden zum Erkennungszeichen einer Kunst, die sich speziell an eine Klientel wandte, die Moderne mit einem elitären Lebensstil verband. Art Deco war ein Zeitstil, eine Epoche eines ganzheitlichen Kunstanspruchs. Es war eine diesseitige und dekorative Kunst zwischen zwei Weltkriegen.



© 2008 Bröhan-Museum | Bronze-Figur: Agathon Léonard, Danseuse au bracelet (Tänzerin mit Armband), um 1900, Bronze, goldpatiniert, Susse Frères, Paris | Abb.: Kaffee- und Teeservice "Eclipse", Tétard Frères, Paris, um 1930 | Webdesign unicom-berlin.de