PROVENIENZ-FORSCHUNG

Die Sammlung des Bröhan-Museums ist aus der Privatsammlung von Karl H. Bröhan hervorgegangen, die dieser seit den 1960er Jahren in Berlin zusammengetragen hat. Sie umfasst Werke der angewandten und der bildenden Kunst aus dem Zeitraum 1889-1939. Ziel der Provenienzforschung ist es, die Herkunftsgeschichte dieser Objekte zu rekonstruieren und wenn möglich frühere Eigentümer zu identifizieren. Im Zentrum steht die Frage, ob sich darunter Verfolgte des NS-Regimes oder des DDR-Regimes befunden haben, die ihren Kunstbesitz verfolgungsbedingt verloren haben.

Provenienzforschung zu dem Gemälde „Wolkenschatten“ von Walter Leistikow

Gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste (Stiftung bürgerlichen Rechts) führte das Bröhan-Museum von April bis Juni 2016 ein dreimonatiges Provenienzforschungsprojekt durch. Anlass war ein Restitutionsersuchen der Erben von Oskar Skaller, einem Berliner Unternehmer und Kunsthändler, der aufgrund seiner jüdischen Herkunft verfolgt wurde und 1939 nach Südafrika emigrierte.

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