Ausstellung

Dieter Hacker – politisch fotografieren (1974-1981)

verlängert bis 10. Februar 2019

Blackbox #5

Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography

 

Der Künstler Dieter Hacker (*1942), der heute vor allem als Maler bekannt ist, beschäftigte sich in den 1970er Jahren intensiv mit Amateurfotografie als künstlerisch-politischem Medium. Mit Andreas Seltzer gab er die Zeitschrift „Volksfoto. Zeitung für Fotografie“ heraus. Die insgesamt sechs Hefte wurden von Ausstellungen begleitet, in denen die analogen Fotos, die Hacker von diversen Privatleuten erhielt, zu interaktiven Rauminstallationen zusammengebracht wurden. Die Installationen thematisierten so das Verhältnis von Privatsphäre und Öffentlichkeit, Individuum und Masse, Kunst und Abfall. Außerhalb dieser „Volksfotos“ entstanden eigene Aufnahmen, Strecken und Installationen Hackers, die nicht nur Theorien der Fotografiegeschichte, sondern auch die Spießbürgerlichkeit der BRD kommentieren.

Das Bröhan-Museum würdigt das fotografische Werk Hackers mit einer Einzelausstellung, denn ob „Volkskunst“ oder Social Media: Die Fragen nach der Macht und Ohnmacht von Bilderfluten, dem Foto als Instrument der Selbstinszenierung sind in Zeiten von Facebook und Instagram aktueller denn je.

Zur Ausstellung erscheint eine Katalogbroschüre.

Kurator: Fabian Reifferscheidt
Gestaltung Werbemotiv: Gerwin Schmidt, 2018