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  Bestandsausstellung
Art Deco. Neupräsentation der Sammlung

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Elektrische Leuchte in Drachenform
Entwurf Konrad Hentschel, 1903
Ausführung Königliche Porzellan-Manufaktur Meißen
Porzellan mit Unterglasurbemalung
Inv.-Nr. 94-058








Kunstwerk des Monats Februar

Passend zum glückverheißenden ‚Jahr des Drachen’, das nach dem chinesischen Mondkalender am 23. Januar 2012 begonnen hat, präsentiert das Bröhan-Museum als Kunstwerk des Monats Februar diese ungewöhnliche Drachenfigur aus Meißener Porzellan.
Sie zeigt deutlich den Einfluss ostasiatischer Formen und Motive, der in der Porzellankunst des Jugendstils besonders ausgeprägt war. In der chinesischen und japanischen Sagenwelt gelten Drachen als positive Symbole für Weisheit, Macht, Glück und Erfolg, aber auch als Verkörperung geheimnisvoller kosmischer Kräfte, als Herrscher der Weltmeere und Hüter der Quellen.
Auch in der nordischen Mythologie spielt der Drache eine Rolle. Oft ist er mächtiger Gegner und Bewacher verborgener Schätze, wie in der Nibelungensage.

Konrad Hentschel modellierte den sich aufbäumenden, spiralförmig gewundenen Körper des Fabeltiers im Jahr 1903. Das farblich delikate Schuppenmuster in Blau- und Grüntönen, wurde in moderner Unterglasurtechnik ausgeführt. Wie eine zeitgenössische Fotografie zeigt, diente die Figur ursprünglich als Fuß einer elektrischen Tischlampe. In den weit geöffneten Schlund des Drachen wurde die Fassung für eine aufrecht stehende unverkleidete Glühbirne eingesetzt. Die Sichtbarkeit des modernen Beleuchtungsmittels wurde dabei nicht als Stilbruch empfunden, im Gegenteil: Das „künstliche Feuer“ der Elektrizität wird durch die Figur des Drachen geheimnisvoll überhöht und effektvoll inszeniert.




Publikation zu den vergangenen Kunstwerken des Monats
 

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(Stand: 02/2012)


© 2008 Bröhan-Museum | Bronze-Figur: Agathon Léonard, Danseuse au bracelet (Tänzerin mit Armband), um 1900, Bronze, goldpatiniert, Susse Frères, Paris | Abb.: Zigarettenetuis, Raymond Templier, 1928/30 | Webdesign unicom-berlin.de