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Ausstellungskalender / Veranstaltungen
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VORSCHAU
Sonderausstellung
Lust auf Dekor. KPM-Porzellane zwischen Jugendstil
und Art Deco. Eine Jubiläumsausstellung
19. September 2013 bis 26. Januar 2014 |
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VORSCHAU
Sonderausstellung
Grunewald und Großstadtluft. Meisterwerke der Berliner
Secession 5. Juli bis 17. November 2013 |
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Sonderausstellung
„Die Welt will Grunewald von mir.“ Bilder von
Walter Leistikow aus dem Nachlass Werner und
Irmgard Küpper
Bis 2. Juni 2013
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Familiensonntage
im Bröhan-Museum:
Entdeckungsreisen in die Welt des Jugendstils
Jeden 3. Sonntag im Monat, 11 Uhr - KOSTENLOS
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Konzertreihe
"Junge Musiker begegnen dem Jugendstil"
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Bestandsausstellung
Art Deco. Neupräsentation der Sammlung
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Die spanische
Tänzerin /
Der spanische Tänzer
Robj, Paris 1929/30, Entwurf Guerbe / Margerie
Ausführung durch Villeroy & Boch Luxemburg
Fayence, hellgrau glasiert
Inv.-Nr. 13-008 und 80-161 |
Kunstwerk
des Monats Mai
Endlich
ist es gelungen, die Skulptur des „Spanischen Tänzers“
in der Sammlung des Bröhan-Museums durch seine Tanzpartnerin
zu ergänzen. Das Paar, hellgraue Fayencen, wurde 1929/30
von der Pariser Firma Robj geschaffen. Elegant neigt die
„Spanische Tänzerin“ ihr Haupt: Ihr gesamter Körper, von
der linken Fußspitze bis zur über den Kopf gestreckten
Hand bildet einen Bogen, der die Bewegung ihres männlichen
Gegenparts spiegelt. Der Kreis, den beide Figuren damit
bilden, lässt die einzelnen Skulpturen zu einer harmonischen
Einheit verschmelzen.
Die Kastagnetten in der Hand der Dame und deren Kleid
mit den stilisierten Borten am unteren Rand des Rockes
lassen darauf schließen, dass es sich bei dem Tanz um
einen Flamenco handelt. Das Paar ist als Zweifiguren-Gruppe
angelegt, denn den Flamenco tanzt man normalerweise allein,
es ist also kein Paartanz. Die Skulptur zeigt, wie bei
diesem Tanz alle Teile des Körpers involviert werden:
Beine, Oberkörper, Arme, selbst die Handbewegung und Blickrichtung
spielen eine Rolle. Beim Flamenco tanzt die Frau in weicheren
Formen als der Mann, was der Entwerfer der Skulptur in
seiner Ausführung berücksichtigt hat: Die Körperformen
und Bewegungen der Tänzerin bestehen aus sanften Abrundungen.
Beim Tänzer hingegen wurden sowohl in Kleidung als auch
im Gesicht eher kantige Formen verwendet, was einem zackigeren
Tanzstil entspricht und an kubistische Formen erinnert.
Die beiden Skulpturen sind also, obwohl sie ein Paar bilden,
unterschiedlich ausgebildet.
Der Tanz war in der Kunst des Art Deco ein beliebtes Thema.
Vor allem der Ausdruckstanz wurde sehr oft von Künstlern
dargestellt. Auch Robj setzte gern in Skulptur um, was
auf der Bühne geschah. Das konnten moderne Tänzer sein
oder auch Jazz-Ensembles.
Hinter dem Namen Robj, den die Figuren als Prägestempel
tragen, verbirgt sich eine Pariser Firma, die in den 1920er
und 30er Jahren bestand und die sich auf Kunstgewerbe
aber auch Kuriositäten und sogenannte Bibelots spezialisierte.
Dieser französische Begriff lässt sich am ehesten mit
einem Kleinkunstwerk oder einer Nippsache gleichsetzen,
jedoch ohne den leicht abfälligen Beiklang. Spezialität
von Robj waren teilweise skurrile Objekte wie eine Porzellanlampe
in Gestalt eines Cowboys oder ein Krug in Gestalt eines
Mönches. Es war ein Markenzeichen von Robj, dass sich
die Funktion dem oft originellen Dekor unterordnete und
humoristische Aspekte eine wichtige Rolle spielten. Weitere
Beispiele hierfür sind die Likörflasche für Wodka in Form
eines typisierten Russen, die sich ebenfalls in der Sammlung
des Museums befindet, oder die Flasche für Whisky, der
man das Äußere eines Schotten gab. Die spanischen Tänzer
heben sich vom übrigen Programm in ihrer schlichten Gestaltung
in hellgrauer Glasur ab.
Der Unternehmer Jean Born gründete das Unternehmen zusammen
mit Lucien Willemetz. Die Figuren und Objekte wurden dabei
anonym entworfen, nur manche Urheber sind durch einen
Wettbewerb für Kunstgegenstände aus Keramik, den Robj
seit 1927 jährlich ausrief, nachzuvollziehen. Bei dem
Tanzpaar sind die Namen Margerie und Guerbe überliefert.
Bei der Herstellung arbeitete Robj mit verschiedenen Manufakturen
zusammen. Die spanischen Tänzer wurden in der Keramikmanufaktur
Villeroy & Boch in Luxemburg hergestellt.
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Publikation
zu den vergangenen Kunstwerken des Monats |
(Stand: 05/2013)
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© 2008 Bröhan-Museum | Bronze-Figur: Agathon Léonard, Danseuse
au bracelet (Tänzerin mit Armband), um 1900, Bronze, goldpatiniert,
Susse Frères, Paris | Abb.: Zigarettenetuis, Raymond Templier,
1928/30 | Webdesign unicom-berlin.de
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